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Headfoto Kreismusikschule Nr.2

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09.05.2023

Mit 85 als Geigenschüler in der Kreismusikschule - Peter Mahnke kehrt zurück zu seinen musikalischen Wurzeln

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Unter Anleitung von Liudmila Sevostyanova hat der 85-jährige Peter Mahnke vor einigen Wochen mit dem Geigenunterricht an der Kreismusikschule begonnen. (Foto: Kreisverwaltung/Thorsten Stahl)

Altenkirchen. Marcus Tullius Cicero mag der Schrecken von Generationen Latein-Schülern gewesen sein (und ist es vielleicht immer noch), doch manche Weisheiten des römischen Philosophen und Politikers haben auch Leben geprägt. „Fang nie an aufzuhören, hör nie auf anzufangen.“ Diese Aufforderung, niemals in Stagnation zu verharren, hat sich Peter Mahnke immer zu Herzen genommen. Selbst jetzt, im hohen Alter, wo er nach wie vor neben Goethe, Martin Luther und anderen selbstverständlich auch Cicero zitieren kann.

Mit seinen 85 Jahren ist Mahnke der mit Abstand älteste Schüler der Kreismusikschule Altenkirchen – hier, wo in der Regel Kinder und Jugendliche an diversen Instrumenten eine qualifizierte Ausbildung erhalten. Der 85-Jährige, wohnhaft in Ziegenhain, wird von Liudmila Sevostyanova an der Geige unterrichtet.

Damit kehrt Peter Mahnke zu seinen musikalischen Wurzeln zurück, hatte er doch als Kind kurz Kontakt zu diesem Streichinstrument. Geboren in Ratzeburg, hatte es ihn durch die Kriegswirren nach Duisburg verschlagen. Dort erhielt er im Alter von zehn  Jahren Unterricht, auf einer Geige, die seinem Onkel gehörte. Doch nach eineinhalb Jahren war schon wieder Schluss: Das Instrument musste aus Geldsorgen verkauft werden  – was der Liebe zur Musik keinen Abbruch tat. So entwickelte Peter Mahnke in seiner Jugend eine große Leidenschaft für die deutsche Volksliedern und begleitete sie am Lagerfeuer auf der Mundharmonika.

Doch der berufliche Erfolg sollte für eine Jahrzehnte andauernde Pause sorgen: Mahnke erlernte den Beruf des Bankkaufmannes, wurde dann aber zu einem Spezialisten im Bereich der Datenverarbeitung und beriet Banken und öffentliche Verwaltungen. Die Musik rückte in den Hintergrund. „Doch das Kulturelle war immer in mir“, erzählt er. Aus Mahnke wurde ein begeisterter Laienschauspieler, sogar beim Stepptanz schaffte er es bis zur Bühnenreife. Doch es sollte bis zum Ruhestand dauern, bis auch wieder die Musik zur Entfaltung kam.

Mahnke hatte zwischenzeitlich ein Ferienhaus in Ziegenhain (VG Altenkirchen-Flammersfeld) gekauft. „Umgezogen aus einer Wohnung im Zentrum von Köln am Wallraffplatz, den Dom im Blick, bin ich dann aus einem Bauchgefühl heraus. Ich habe gemerkt, du brauchst den Flughafen und den Bahnhof ja nicht mehr in der Nähe.“ Und so kam er aus dem Rheinland in den Westerwald – und hatte wieder Zeit für „seine“ Musik. Gemeinsam mit einem Freund spielte er als Duo für Senioren in Altenheimen – natürlich die alten Volksweisen, die in dieser Generation noch alle mitsingen können. Mahnke musste aber während einiger Freiluft-Auftritte in der Corona-Zeit feststellen, dass er mit seiner Mandoline dem Akkordeon seines Freundes rein akustisch hoffnungslos unterlegen war. Daher reifte der Gedanke, zu einem etwas „dominanteren“ Instrument zu greifen -  und so kam Mahnke zurück zur Geige und erstmals in Kontakt mit der Kreismusikschule.

„Die Geige ist ja ähnlich gestimmt wie die Mandoline, Da habe ich mir gedacht, wenn du so viele Lieder auswendig spielen kannst, wirst du es vielleicht auch mit der Geige lernen“, erzählt Mahnke: Meine Gesundheit ist ja überwiegend anwesend. Dies mit Demut und Dankbarkeit registriert. Also ist es möglich, Geige zu lernen, also machen wir es auch.“ Die Ansprüche an sich selbst sind dabei klar formuliert: „Ich will nicht auf die Bühne und ein Sologeiger werden, aber ich will die Volks- und Weihnachtslieder mit einem sauberen Ton und möglichst mit dem wunderbaren Vibrato spielen.“

Daher wird der 85-Jährige fleißig unter Anleitung von Liudmila Sevostyanova üben und damit ein Beispiel dafür geben, dass es im Leben niemals für irgendetwas zu spät ist und der Mut und die Neugier bis zum Schluss treue Wegbegleiter sein können.  Marcus Tullius Cicero jedenfalls wäre begeistert.



                

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