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21.11.2022

Ehrenamtler frischten Erste-Hilfe-Kenntnisse auf - DRK und Kreisverwaltung hatten eingeladen

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Jörg Gerharz, Ausbildungsleiter beim DRK-Kreisverband, zeigte anschaulich, wie man als Ersthelfer oder Ersthelferin agieren sollte. (Foto: Kreisverwaltung)

Keine Frage: „Erste Hilfe kann Leben retten!“ Unter diesem Motto boten der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und die Kreisverwaltung einen Auffrischungskurs der Erste-Hilfe-Maßnahmen für ehrenamtlich Tätige an. „Der mit 15 Personen ausgebuchte Kurs war ein voller Erfolg und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten ihr Wissen über die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen auffrischen“, berichtet Agnes Brück, Ehrenamtskoordinatorin der Kreisverwaltung Altenkirchen.

Helfen kann so einfach sein
Jörg Gerharz, Ausbildungsleiter beim DRK-Kreisverband, zeigte an fünf Notfallsituationen anschaulich, wie man als Ersthelfer oder Ersthelferin agieren sollte. „Helfen kann so einfach sein. Zunächst ist es wichtig, dass man überhaupt hilft. Jeder kann einen Notruf unter der 112 absetzen. Hier sind erfahrene Personen am Telefon, die bereits von der Leitstelle aus helfen. Man kann den Lautsprecher am Telefon anschalten und sich genau erklären lassen, was zu tun ist“, so Gerharz. „Der Notruf ist schon der erste Schritt beim Helfen. Wenn man dann darüber hinaus noch eine Wundversorgung betreiben und eine Seitenlage anwenden kann, ist schon viel erreicht.“ Wichtig sei aber auch, auf Eigenschutz zu achten und beispielsweise eine Unfallstelle richtig abzusichern.

Was ist wann zu tun?
Im Fokus des dreistündigen Kurses standen unter anderem das Erkennen einer Notfallsituation wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Kreislaufzusammenbruch. Wichtig: Was ist zuerst zu tun, wie sehen weitere Schritte aus? „Zuerst muss ich die Person ansprechen. Ist sie bei Bewusstsein? Wenn nicht, ruft man laut nach Hilfe, um Umstehende zu alarmieren. Als nächstes  muss ich die Lebenszeichen kontrollieren. Bewegt sich die Person irgendwie? Atmet sie noch? Wenn nicht, liegt wahrscheinlich ein Kreislaufstillstand vor. In dem Fall ist sofort der Notruf 112 zu wählen und mit der Wiederbelebung zu beginnen“, so Gerharz. „Je schneller die Wiederbelebung beginnt, desto höher sind die Überlebenschancen. Wenn das Gehirn länger als drei bis fünf Minuten ohne Sauerstoff ist, nimmt es bleibende Schäden bis hin zum Hirntod. Auch der Herzmuskel wird durch die Wiederbelebung kontinuierlich weiter mit Sauerstoff versorgt.“

Hilfsmittel nutzen!
An einer Übungspuppe demonstrierte Gerharz, wie eine Herz-Lungen-Massage durchzuführen ist und welche Hilfsmittel es gibt, beispielsweise Gummihandschuhe, Einmal-Notfallbeatmungshilfen oder den mobilen Defibrillator. Die Geräte führen den Laien sprachgesteuert durch die Reanimation und erklären genau, was zu tun ist. Das Wichtigste ist und bleibt aber die Herzdruckmassage: Diese sollte konsequent weitergeführt werden, während jemand anderes den Defibrillator holt und bedient. Nur wenn der Defibrillator gerade ausgelöst wird, heißt es natürlich: Hände weg. Denn dann fließt Strom. In vielen öffentlichen Gebäuden oder Sportanlagen stehen die automatisierten Defibrillatoren mittlerweile bereit.

Erste-Hilfe-Wissen regelmäßig auffrischen!
„Schnelle Hilfe kann im Notfall Leben retten, deswegen kommt es auf die Ersthelfer an, bis Notarzt und Sanitäter eingetroffen sind!“, so Gerharz. Sein Resümee: „Ein Erste-Hilfe-Kurs im Leben ist viel zu wenig. Das Gelernte ist in wenigen Jahren vergessen und man steht im Notfall hilflos da.“ Ersthelfer in Betrieben müssten ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre auffrischen. Bei Führerscheininhabern sei dies nicht der Fall. Das Deutsche Rote Kreuz ruft daher dazu auf, die Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen, um beim nächsten Notfall anpacken zu können, statt hilflos daneben zu stehen.



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